Geschichte der Burschenschaft und Studentengeschichte

Publikationen

Bekannte Burschenschafter: Literaturwissenschaftler, Philologen, Pädagogen

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Rudolf Brandsch Rudolf Brandsch (1880-1953),
1904-1911 Lehrer, zuletzt Schuldirektor in Hermannstadt; rumäniendeutscher (siebenbürgischer) Politiker, 1910-1918 Abgeordneter im ungarischen, 1919-1933 im rumänischen Parlament; 1931/32 Unterstaatssekretär für Volksminderheiten bei der rumänischen Regierung.
Konrad Duden Konrad Duden (1829-1911),
Philologe, Lehrer in Soest, Schleiz und Bad Hersfeld, Gymnasialdirektor; mit der Rechtschreibereform von 1901 wurde sein „Vollständiges orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“ (1880) für Deutschland verbindlich.
Karl Follen Karl Follen (1796-1840),
Führer des radikal-revolutionären Flügels der Burschenschaft („Großes Lied“, 1819), Privatdozent in Gießen und Jena, seit 1824 in den USA, 1835 Professor für deutsche Sprache und Literatur in Cambridge (Mass.), Gegner der Sklaverei, unitarischer Prediger.
Hans Ferdinand Maßmann Hans Ferdinand Maßmann (1797-1874),
Germanist und Turnpädagoge; Mitinitiator und Chronist des Wartburgfestes 1817, 1829-1842 Professor für deutsche Sprache und Literatur in München; sein Lied „Ich hab mich ergeben“ wurde nach 1949 als Nationalhymne erwogen.
Karl Otfried Müller Karl Otfried Müller (1797-1840),
Altphilologe und Archäologe; vertrat eine Politik, Kultur, Religion, Mythos und Sagen integrierende Sicht der Altertumswissenschaft, verdient um die Erforschung der ältesten griechischen Geschichte.
Wilhelm Scherer Wilhelm Scherer (1841-1886),
Germanist und Literaturhistoriker, Professor in Wien, Straßburg und Berlin, einflussreicher Begründer einer nach naturwissenschaftlichem Vorbild exakt beschreibenden deutschen Literaturgeschichte.
Jakob Schipper Jakob Schipper (1842-1915),
Professor für Anglistik in Königsberg, ab 1876 in Wien, bedeutsam durch seinen dreibändigen „Grundriss der englischen Metrik“ (1895, Reprint 1964), fünf Ehrendoktorate englischer Hochschulen, verdient um die Pflege der englischen Sprache an österreichischen Mittelschulen.
Erich Schmidt Erich Schmidt (1853-1913),
Literaturhistoriker, ab 1877 Professor in Straßburg, ab 1880 in Wien, 1885 Direktor des Goethe-Archivs in Weimar, 1887 Professor in Berlin, Schüler von Wilhelm Scherer, verdient um die Goetheschen Werkausgaben und als Biograph Gotthold Ephraim Lessings.
Julian Schmidt Julian Schmidt (1818-1886),
Literaturhistoriker, in Leipzig seit 1847 (seit 1848 mit Gustav Freytag) Herausgeber der politisch-literarischen Zeitschrift „Die Grenzboten“; 1862-1864 Redakteur der „Berliner Allgemeinen Zeitung“, Parteiorgan der Altliberalen; danach u.a. Mitarbeiter an den „Preußischen Jahrbüchern“; schrieb u.a. eine mehrfach aufgelegte „Geschichte der deutschen Literatur von Leibniz bis auf unsere Zeit“ (5 Bde., 1886-1896); scharfer Gegner Ferdinand Lassalles.
Karl Simrock Karl Simrock (1802-1876),
Germanist und Schriftsteller, 1852 Professor für deutsche Literatur und Sprache in Bonn, befasste sich vor allem mit der Übertragung altnordischer und altdeutscher Dichtungen; Verfasser von Liedern, Sammler von Sagen und Märchen.
Hans Tümmler Hans Tümmler (1906-1997),
Pädagoge und Goethe-Forscher, 1963-1977 Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft, u.a. Herausgeber von „Goethes Briefwechsel mit Christian Gottlob Vogt“ (4 Bde., 1949-1962) und „Politischer Briefwechsel des Herzogs und Großherzogs Carl August von Weimar“ (3 Bde., 1954-1973).

Text und Bilder: Peter Kaupp und Helge Dvorak